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Von der Rebe in die Flasche 1/4

Rush Hour in den Rebberg-Gassen

Egal wie ausgeklügelt die Technologien im Weinkeller, wie talentiert der Oenologe und ausgefeilt das Marketing: Im Rebberg gibt das Wetter den Takt vor. Und dieses war den Weinbauern bis jetzt wohl gesonnen. Die Traubenlese steht kurz bevor.

Dieses Jahr verspricht ein exzellenter Schweizer Jahrgang zu werden. Obwohl unerklärlicherweise oft die ungeraden Jahrgänge die besseren sind. Dank des trockenen und warmen Frühlings trieben die Reben 2018 rasch und gleichmässig aus. Die Sommermonate waren nicht zu schwül und so konnten sich Pilze schlechter entwickeln. Auch von starken Gewittern wurden die Ostschweizer Reben bis jetzt verschont. Gerade bei Platzregen besteht nämlich die Gefahr, dass Sorten mit dünnen Häuten wie der beliebte Pinot Noir Schaden nehmen. Die früh reifenden Trauben wie Müller-Thurgau werden dieses Jahr denn auch 10 bis 14 Tage zeitiger als gewohnt erwartet: Ab der ersten Septemberwoche wird es losgehen. Auch die Erntemenge wird im Vergleich zum Vorjahr höher eingestuft.


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Frühe Ernte – geringeres Risiko

Jedes Jahr gilt es abzuwägen, wann die Trauben am besten geerntet werden. Denn einerseits möchte man der Frucht eine optimal-lange Reifezeit gewähren, andererseits auch keine unnötigen Risiken wie verfrühter Schnee und Frost eingehen. Letzteres könnte im schlimmsten Fall eine ganze Ernte zunichtemachen. So befindet sich Liselotte Füllemann, Verantwortliche für die Traubenbeschaffung bei Rutishauser­Barossa, in regelmässigem Austausch mit den Winzern. Sie definiert mit ihrem Team und den Weinbauern zusammen den Erntezeitpunkt der einzelnen Traubensorten und damit auch die Anlieferung. Denn die Herbstmonate sind nicht nur für die Winzer sondern auch für den Keller die arbeitsintensivste Zeit. Im gefühlt Stunden­takt werden während fünf bis sechs Wochen täglich mehrere Tonnen Trauben in Scherzingen angeliefert. Rund 1000 Tonnen in über 2000 Bottichen sind es bis zum Schluss der Erntesaison.

Über Pilze und Diven
Im Herbst wird – meist von Hand – geerntet, was die Weinbauern das ganze Jahr über gehegt und gepflegt haben. Und obwohl sie stark von Petrus‘ Wohlwollen abhängig sind, kann die Traubenqualität im Weinberg massgeblich mitbestimmt werden. Zentral ist die Lage des Rebbergs. Trauben mögen Sonne und Wärme, zu viel davon kann sich aber negativ auf die Aromatik auswirken. Die Bodenbeschaffenheit und das Klima definieren, welche Sorten am besten gedeihen. So ist gilt zum Beispiel die vielschichtige Pinot Noir-Rebe als Diva. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes dünnhäutig und deshalb anfällig für Wetterkapriolen. Im Sommer mag sie es warm und während der Reifephase liebt sie die kühlen Nächte. Letztere sorgen nämlich für die Krönung der filigranen Sorte.

Erziehung im Weinberg
Das Alter der Reben entscheidet massgeblich über die Erntemenge. Ältere Rebstöcke sind zwar ertragsärmer, das Traubengut ist jedoch umso hochwertiger, weil aromatischer. Die Bewirtschaftung ist ein weiterer Erfolgsfaktor. Bereits im Frühjahr legen Liselotte Füllemann und ihr Team mit den Weinbauern die gewünschten Erntemengen fest. Jede Parzelle wird aufgrund ihrer Qualität – Lage, Bodenbeschaffenheit, Bestockung – und Marktlage in Qualitätsstufen eingeteilt. Der Winzer pflegt seine Reben und Trauben entsprechend dieser Vorgabe. Denn daraus ergibt sich das sogenannte Erziehungssystem, also die Art und die Intensität des Rebschnittes. Im Trend liegt zur Zeit der sanfte Rebschnitt, der dem Rebstock möglichst wenig Schnittwunden zufügen soll. Dies führt nachweislich zu einem grösseren Alterungspotential der Pflanze.

Lesen Sie in der nächsten WeinZEIT den zweiten Teil der Serie. Wir berichten, wie die Traubenannahme verlaufen ist und welche Qualitäten aus den Ostschweizer Rebbergen entstanden sind.