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Chile

Chile

Modern bis ins Detail

Ab Mitte des 16. Jahrhunderts verbreiteten in Chile Mönche den Wein der einheimischen Sorte País, die deshalb auch Mission genannt wird. Durch die idealen, geologischen und meteorologischen Voraussetzungen wurde die Zahl der Weingüter stetig grösser. In Chile wurde besonders die französische (Wein-)kultur gelebt und man reiste oft nach Frankreich. Von einer dieser Reisen wurden 1851 die ersten französischen Rebstöcke mitgebracht: Merlot, Cabernet Sauvignon, Malbec, Pinot Noir etc. Kurz darauf schlug die Reblaus in Europa zu, sodass Chile im Besitz gesunder, französischer Rebstöcke war und sich so einen einmaligen Marktvorteil schaffte. Dabei spielte auch die Carménère eine grosse Rolle. Äusserlich der Merlot-Rebe sehr ähnlich, wurde sie in Chile lange in Mischbeständen gepflanzt. Man nahm an, dass es sich um eine Merlot-Variante handelt. Nachdem der Irrtum 1994 durch DNA-Analyse beseitigt werden konnte, wurde 2 Jahre später die erste reinsortige Carménère produziert. So werden auch heute noch nicht nur diese Weine sondern auch die Rebstöcke fast exklusiv in viele weinproduzierende Länder – einschliesslich Frankreich – reimportiert.

Chile wurde aufgrund der isolierten Lage als eines der wenigen Gebiete auf der Welt nicht von der Reblaus befallen. Es wurden weitere Gebiete für den Weinbau erschlossen und mit Kanälen für die künstliche Bewässerung versehen. Somit wurden die ersten Grundlagen für den chilenischen Qualitätsweinbau gelegt. Der Qualitätsstandard der exportierten Weine ist aufgrund der optimalen Weinbaubedingungen auch heute noch sehr hoch. Bordeaux-Cuvées und auch reinsortige Weine aus alten französischen Rebsorten sorgen immer wieder für Furore und können oft problemlos mit den Crus der Alten Welt mithalten. Die Sorte Carménère ist in ihrem Ursprungsland Frankreich fast in Vergessenheit geraten – in ihrer neuen Heimat Chile jedoch mittlerweile zum Star avanciert. Durch die besonderen klimatischen und geologischen Gegebenheiten sind Krankheiten und Schädlinge kein grosses Problem. Chile bietet also ideale Verhältnisse für den biologischen Weinbau, der sich immer mehr durchsetzt.

Die Regionen und Winzer:

Casablanca Valley Maule Valley Rapel Valley

Casablanca Valley

Zwischen Anden und Küstenkordillere erstreckt sich das kühlere Casablanca-Tal, rund 60 Kilometer von Santiago entfernt. Die Nähe zum Meer beeinflusst das Klima und sorgt für ständige Feuchtigkeit aufgrund der starken Morgennebel. Besonders die weissen Trauben, die langsam reifen, finden hier ideale Bedingungen.


Maule Valley

Das grösste chilenische Weinanbaugebiet Maule Valley liegt 260 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago. Es ist der südlichste Bereich im grossen Anbaugebiet Central Valley. Hier findet man den grössten Teil der chilenischen Rebflächen mit 20‘000 Hektar. Das Tal erstreckt sich über eine weite Fläche von den Küstenkordilleren über den vom Pazifik beeinflussten Bereich und einer von Hitze geprägten Talsohle bis zu den Ausläufern der Anden im Osten. Das Weinanbaugebiet Maule Valley ist von grossen Klimaunterschieden gekennzeichnet.


Rapel Valley

Rund hundert Kilometer südlich von Santiago erstreckt sich das Rapel Valley, in dem sich zwei der prestigeträchtigsten und international bekanntesten Weinanbaugebiete Chiles befinden: Das vom gleichnamigen Fluss durchzogene Cachapoal Valley sowie das Colchagua Valley. Die Zone wird vom typisch mediterranen Klima des chilenischen Zentraltals beherrscht, mit heissen Sommern, milden Wintern und grossen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Gebiete mit ausgeprägten Mikroklimata schaffen abwechslungsreiche Bedingungen für verschiedene Rebsorten. Zu besonderem Ruhm hat es vor allem die Sorte Carménère gebracht.